Bucerius Law School GmbH

Digitales Fallbuch - Entwicklung eines Lern-Portals für Studenten auf Basis von TYPO3.

Überblick

Projekt

Die Bucerius Law School unterstützt ihre Studierenden darin, den Lehrstoff nicht nur rein passiv zu konsumieren, sondern sich eigenverantwortlich in konstruktiv-kritischem Denken zu üben. So beauftragte die Hochschule atlantis media mit der Gestaltung eines Lern-Portals, in dem sich eingeloggte Benutzer juristische Sachverhalte in Form von Fällen interaktiv erarbeiten können.

Über den Kunden

Die Hamburger Bucerius Law School ist die erste private Hochschule für Rechtswissenschaft mit Promotions- und Habilitationsrecht in Deutschland. Im Jahr 2000 wurde sie von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius als gemeinnützige GmbH gegründet. Seitdem setzt die Jura-Uni auf eine individuelle Betreuung und Förderung der Studierenden, was sich mit 80 Prozent Prädikatsexamina und einem hervorragenden Abschneiden im CHE-Ranking sichtbar auszahlt.

In der Bucerius Law School bilden Lehrende und Lernende eine akademische Gemeinschaft, in der konstruktiv-kritisches Denken, Gestaltungs- und Führungskraft verbunden mit Teamgeist, Weltoffenheit und Gemeinsinn gefördert werden.
(Quelle: Website)

Anforderungen

Das Lern-Portal in Gestalt eines „Digitalen Fallbuchs“ sollte die eigenständige Bearbeitung von juristischen Beispielfällen ermöglichen. Dozenten der Hochschule müssten begleitend zu ihren Kursen Fälle hochladen und mit umfangreichen Begleitmaterialien  versehen können. Studierende sollten sich einloggen und dann die schrittweise Lösung von juristischen Fällen im Gutachtenstil durchführen können. Eine umfangreiche Rechte- und Rollenverwaltung würde benötigt. 

Umsetzung

atlantis media realisierte das Digitale Fallbuch auf Basis des Content Management Systems TYPO3. Unter anderem beinhaltet TYPO3 ein fein justierbares Rechtesystem, indem sich die unterschiedlichen Berechtigungen unkompliziert und doch sehr detailliert einstellen lassen.

Das Frontend - für Studierende

Nachdem der Studierende von seinem Dozenten einem Kurs zugewiesen wurde, kann er sich mit Email und Password im Digitalen Fallbuch anmelden. Ein Dashboard zeigt auf, welche Fälle er bearbeiten kann, was er bereits bearbeitet hat und zu welchen Fällen es eventuell neue Informationen oder Änderungen gibt.

Bei der Falllösung ist zunächst nur der Sachverhalt zu sehen. Die Lösung besteht aus einzelnen Teilschritten, zu denen jeweils eine Vorfrage (z.B.: „Was ist als nächstes zu prüfen? Denken Sie an ...“) gestellt wird. Durch Anklicken erhält der Studierende die Antwort, die ihn zur nächsten Frage führt. So nähert er sich schrittweise und interaktiv der Lösung des Falles. Per Klick kann der Studierende passende Gesetzestexte, hilfreiche Erklärungen, Lehr-Videos und ein Quiz aufrufen. Des Weiteren hat er die Möglichkeit, sich jederzeit die gesamte Lösung ohne Vorfragen anzeigen zu lassen. 

Das Backend - für Dozenten

Im Backend stellen Dozenten zu ihren jeweiligen Kursen passende Fälle bereit, die sie mit hilfreichen Gesetzestexten und Erklärungen versehen können. Zunächst geben sie den zu bearbeitenden Sachverhalt ein. Es folgt das Anlegen einer schrittweisen Lösung, die hierarchisch gegliedert ist.

Welche Studentengruppen welche Fälle zu sehen bekommen, ist mit dem jeweiligen Kurs gekoppelt. Der Dozent veröffentlicht den Fall und kann ihn jederzeit ergänzen oder verändern.

Leistungen

  • Entwicklung des responsiven Layouts
  • Implementierung und Anpassung von TYPO3
  • Entwicklung eines Verwaltungstools für Redakteure
  • Anlegen eines umfangreichen Berechtigungssystems für Redakteure
  • Speziell angepasster Editor im Backend mit Zusatzfunktionalitäten
  • Einbindung von JavaScript für die interaktive schrittweise Führung durch den Lösungsweg
  • Entwicklung eines Quizgenerators

Ergebnis

Studentinnen und Studenten der Hochschule nehmen das Digitale Fallbuch sehr gut an. Ein besonders bei der Vorbereitung auf Klausuren hilfreiches Tool, denn diese können ähnliche Fälle zum Inhalt haben. Dabei punktet das Digitale Fallbuch mit seiner intuitiven Bedienbarkeit. Da sich die Bearbeiter Schritt für Schritt durch eine geführte Lösung klicken, wird sie hier nicht durch passives Lesen lediglich konsumiert, sondern anhand des Gesetzes eigenständig und aktiv erarbeitet. Die gestellten Fragen tragen dazu bei, den Sachverhalt zu erfassen, das Gesetz genau zu lesen und zu analysieren. Zusätzlich gibt es an entscheidenden und schwierigen Stellen Hinweise als Denkanstoß. Verlinkte Gesetzestexte können ohne Aufwand mitgelesen werden, ebenso wie die zur Wiederholung und Vertiefung eingebetteten Zusatzmaterialien. Geplant sind Erweiterungen, wie beispielsweise die Hinterlegung von Skripten, durch die über eine Gliederung navigiert werden kann und die Möglichkeit zur Markierung von Textstellen oder zum Hinzufügen eigener Notizen.

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